EUGÉNIE GUINOISSEAU – purpurrote historische Moosrose – Guinoisseau-Flon
Mit ihrer kräftigen, historischen Ausstrahlung ist EUGÉNIE GUINOISSEAU eine Rose für Flächen, die langfristig beeindrucken sollen: Das dichte, glänzend dunkelgrüne Laub trägt große, stark gefüllte, purpurrote Blüten mit beerenfruchtigem Duft, die sich von Himbeerrot zu lavendelviolett mit silbrigem Schleier wandeln. Als wurzelechte Moosrose baut sie im ersten Jahr vor allem ihr Wurzelsystem auf, kräftigt im zweiten Jahr die Triebe und erreicht ab dem dritten Jahr ihren vollen Zierwert – ideal für Gemeinden, Institutionen und Wohnanlagen, die eine robuste, langfristig kalkulierbare Rosenfläche anlegen möchten. Selbst in lehmigen Böden mit guter Drainage lässt sie sich sicher etablieren und schafft in Parkanlagen, Wohngebietsparks oder größeren Privatgärten ein einheitliches, historisch geprägtes Beetbild, das auch bei knapper werdenden Pflegebudgets verlässlich wirkt.
Nutzungsmöglichkeiten
| Zielbereich |
Begründung |
| Große Parkbeete im kommunalen Bereich |
Der aufrechte, 150–220 cm hohe Strauch mit 90–150 cm Breite füllt größere Flächen zügig und schafft ein homogenes, repräsentatives Bild mit stark gefüllten, auffallend purpurroten Blüten in XL-Größe. Empfohlen für planende Gemeinden und klassische Parkverwaltungen, die dauerhafte Akzente setzen möchten, insbesondere für kommunale Grünraumbetriebe. |
| Wohnanlagen, Innenhöfe und Wohngebietsparks |
Dank mittelstarkem Pflegebedarf und solider Krankheitsresistenz, insbesondere gegen Schwarzfleckenkrankheit, bleibt der Bestand über Jahre attraktiv, ohne übermäßigen Chemieeinsatz. Einheitliche Pflanzgrößen erleichtern die Kalkulation der Pflegeintervalle und verbessern die Optik in halböffentlichen Freiräumen, ideal für Hausverwaltungen und Bauträger. |
| Repräsentative Eingangsbereiche und Rondelle |
Die extra stark gefüllten, kelchförmigen Blüten mit ihrem intensiven Farbspiel von Himbeerrot zu Lavendelviolett setzen wirkungsvolle Blickpunkte an Zufahrten, Kreisverkehren oder Haupteingängen. Der kräftige, beerenfruchtige Duft steigert die Aufenthaltsqualität. Besonders geeignet für Flächen mit hoher Besucherfrequenz, empfehlenswert für Institutionen und Betriebe. |
| Historisch angelegte Gärten und Themenbeete |
Als historische Moosrose von 1864 mit dicht bedornten Trieben und typischem Moos-Charakter fügt sich die Sorte stimmig in Anlagen mit historischem Bezug ein. Sie unterstützt gärtnerische Bildungsprojekte und vermittelt Rosenkultur vergangener Epochen. Passend für museale Gärten und Bildungsstätten, für kulturorientierte Betreiberinnen und Betreiber. |
| Großflächige Massenpflanzung in Parkstreifen |
Mit Pflanzdichten von 0,8–1,0 Pflanzen/m² lässt sich ein durchgehender, geschlossener Rosenstreifen planen, der durch dichten Laubbehang und buschige Wuchsform Unkrautdruck reduziert. Das erleichtert langfristig die Pflege und macht Personalplanung berechenbarer, besonders wertvoll für ausgelastete Pflegeteams. |
| Standorte mit lehmigen Böden in den Voralpen |
Auf lehmigen Standorten mit guter Wasserführung profitiert die Sorte von einer funktionierenden Entwässerung, wodurch das wurzelechte Pflanzenmaterial rasch anspringt und die Anwachsphase sicher übersteht; gut drainierter Lehm begünstigt ihre Etablierung und senkt Ausfälle, relevant für Gemeinden in voralpinen Regionen. |
| Duft- und Erlebnisbereiche in öffentlichen Anlagen |
Die kräftig duftenden Blüten mit süßlich‑beerenfruchtigem Aroma machen Sinneserlebnisbereiche attraktiver und erhöhen die Aufenthaltsqualität auf Bänken, Promenaden oder in Gemeinschaftsgärten. Die remontierende Blüte verlängert den Zierwert über die Hauptsaison hinaus, geeignet für soziale und betreute Einrichtungen. |
| Naturnah gestaltete Großgärten und ländliche Beete |
In Kombination mit robusten Stauden wie Coreopsis verticillata, Aster dumosus ‘Apollo’ und Lobelia erinus entsteht ein lockeres, ländlich anmutendes Bild, das über die Saison hinweg Farbe bietet und gleichzeitig pflegeökonomisch bleibt, ansprechend für große Privatgärten und Landgüter. |
Dekorationsideen
- Parkpromenade – In rhythmischen Gruppen entlang von Wegen gepflanzt, mit Coreopsis verticillata als leuchtend gelbem Unterpflanzungsteppich, entsteht ein dauerhaft attraktiver Blütenkorridor – für Gemeinden, die Promenaden aufwerten möchten.
- HistorischeAchse – Als durchgehende Rosenlinie beidseits einer Hauptachse kombiniert mit niedrigen Aster dumosus ‘Apollo’ wirkt die Sorte wie ein lebendiges Zitat klassischer Schlossgärten – ideal für repräsentative Institutionen.
- Duftinsel – In leicht erhöhter Pflanzung nahe Sitzbereichen mit locker eingestreuter Lobelia erinus als Farbtupfer bringt der intensive Duft zusätzliche Qualität in Aufenthaltszonen – für Wohnanlagenbetreiber mit Fokus Aufenthaltsqualität.
- RondellMittelpunkt – Kreisförmig in mehreren Reihen gesetzt, bildet der hohe, buschige Wuchs einen markanten Mittelpunkt, während farblich ruhige Staudenbänder das Gesamtbild ordnen – passend für Verkehrsknoten und Zufahrtsrondelle.
- LändlichesBand – In langen Mischpflanzstreifen mit Coreopsis und Astern wirkt die historische Moosrose wie ein modernes Bauerngartenmotiv in großem Maßstab – für Betreiber großflächiger, naturnah wirkender Anlagen.
Fachliche Sortenbeschreibung
| Eigenschaft |
Daten |
| Name und Registrierung |
Historische Moosrose aus der Kollektion „Historische Rose“, Handelsname EUGÉNIE GUINOISSEAU, weitere Handelsbezeichnungen Történelmi rózsa und Guinoisseau-Flon, anerkannter Ausstellungsname bei der American Rose Society. |
| Herkunft und Züchtung |
Französische Sorte aus dem Jahr 1864, gezüchtet von Bertrand Guinoisseau-Flon, Elternschaft unbekannt, nicht offiziell registriert, zählt zu den klassischen historischen Moosrosen mit langjähriger gärtnerischer Verwendung. |
| Wuchs- und Aufbaumerkmale |
Aufrechter, kräftiger Strauch mit etwa 150–220 cm Höhe und 90–150 cm Breite, dicht belaubt, dunkelgrünes, glänzendes Laub, charakteristisch dicht bestachelte Triebe mit moosartigem Erscheinungsbild und guter Flächenwirkung. |
| Blütenmorphologie |
Sehr stark gefüllte, kelchförmige Blüten mit mehr als 40 Blütenblättern, in Büscheln angeordnet, Blütendurchmesser über 10 cm, remontierend mit einer weniger üppigen zweiten Blütephase, typische historische Strauchrosenwirkung. |
| Farbdaten und Phänologie |
Intensiv purpurrote bis himbeerrote Blüten, innen purpurn‑lilafarben, später Aufhellung zu Lavendelviolett mit silbrigem Schleier, ARS-Code mr, RHS 60A/60B, Farbhaltbarkeit eher schwach, aber farbdynamischer, dekorativer Verlauf. |
| Duft und Aroma |
Kräftiger, deutlich wahrnehmbarer Duft mit leicht süßlicher, beerenfruchtiger Note, klassischer Rosencharakter mit historischem Flair, besonders in den Morgen- und Abendstunden präsent, für Duftbeete und Erlebnisbereiche geeignet. |
| Hagebutten-Eigenschaften |
Aufgrund der stark gefüllten Blüten nur geringe Hagebuttenbildung, entstehende Früchte ellipsoid geformt, etwa 11–17 mm groß, in roter Färbung, eher von untergeordneter gestalterischer Bedeutung im Vergleich zum Blütenschmuck. |
| Widerstandsfähigkeit und Winterhärte |
Winterhart bis etwa –21 bis –18 °C, entspricht RHS H7, schwedische Zone 3, USDA-Zone 6b, Krankheitsresistenz insgesamt mittel mit guter Schwarzfleckenresistenz, Mehltau und Rost gelegentlich, standortangepasste Pflege empfohlen. |
| Gärtnerische Empfehlungen |
Für Massenpflanzungen etwa 110 cm Abstand, als Hecke rund 95 cm, solitär etwa 180 cm, mittlerer Pflegeaufwand mit gelegentlichem Pflanzenschutz, für extensive Großflächen in Parks, Wohnanlagen und größeren Privatgärten sehr geeignet. |
EUGÉNIE GUINOISSEAU verbindet historischen Blütencharme, kräftigen Duft und eine für Massenpflanzungen gut kalkulierbare Wuchsleistung zu einer langlebigen, wurzelechten Lösung für größere Rosenflächen – eine überlegte Wahl für nachhaltig gedachte Pflanzprojekte.